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Hauptseite » 2008 » Август » 1 » Monster Hunter Freedom 2
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Monster Hunter Freedom 2

Monster Hunter Freedom 2


Gigantische Dino-Jagd mit massivem Umfang und sehr forderndem sowie vielseitigem Gameplay. 

Dass in Japan die Uhren anders ticken als hierzulande dürfte mittlerweile jedem, der sich ein bisschen mit dem Land der aufgehenden Sonne beschäftigt, bewusst sein. Wenig verwunderlich daher auch die Tatsache, dass eine hierzulande eher unbekannte Videospiel-Reihe in Japan zu den absoluten Top-Sellern gehört. Die Rede ist von Capcoms Monster Hunter-Franchise, dessen zweiter PSP-Ableger namens Monster Hunter Freedom 2 nun auch unsere Gefilde erreicht hat, nachdem er in Fernost sämtliche Verkaufsrekorde brach. Was es mit dem Erfolg auf sich hat, verrät unser Master-Review. 

Hunt or be hunted 
Wer einen der PlayStation 2- oder PSP-Vorgänger kennt, wird in Monster Hunter Freedom 2 auf ein bekanntes Spielprinzip stoßen. Alles dreht sich um das Jagen von prähistorischen, wild lebenden 
» Große Monster erwarten den Spieler. 
Tieren und Verbessern der eigenen Ausrüstung. Dreh- und Angelpunkt für diese Aktionen ist das kleine Dorf Pokke, in dem alle wichtigen Einrichtungen für einen professionellen Jäger vorhanden sind. Erster Anlaufpunkt für alle Neuankömmlinge sollte hier die Trainingshalle sein, welche umfassende Grund- und Fortgeschrittenen-Kurse für Jäger anbietet. Im späteren Spielverlauf kommen noch einige Spezialtrainings gegen besonders hartnäckige Feinde hinzu. 

Um Ausrüstung und Items dreht sich hingegen alles bei den diversen Händlern des Dorfes. Diese verkaufen nicht nur nützliche Utensilien wie Heiltränke, Heiß- und Kaltgetränke für besonders kalte beziehungsweise warme Umgebungen, sondern auch allerlei Waffen und Rüstungen. Viel wichtiger als kaufbares Kriegsgerät ist jedoch das Selbstanfertigen. Während der Jagd gesammelte Fundstücke wie Knochen, Klauen und Häute können beim Schmied zu weitaus mächtigeren Waffen und Rüstungen zusammengefügt werden. 

Jagen und Sammeln 
Dementsprechend klar gestaltet sich auch der Spielinhalt: Um immer schwerere Quests zu meistern, benötigt man immer bessere Ausrüstung. Denn diese ist der einzige Weg, den eigenen Charakter immer stärker zu 
» Die Gewehrlanze im Einsatz. 
machen – ein rollenspieltypisches Auflevel-System gibt es nicht. Bei Monster Hunter entscheiden somit lediglich die Fähigkeiten des Spielers und die vorhandene Ausrüstung über Sieg und Niederlage im Kampf. Um an neues Rohmaterial zu kommen gibt es viele Wege. Der einfachste und effektivste ist das Absolvieren besagter Quests, welche in fünf Schwierigkeitsstufen bei der Dorfältesten oder in der Jägergilde entgegen genommen werden können. 

Dort bekommt man nicht nur Belohnungen in Form von Material sondern kann auch während seiner Reise allerlei Abbaustellen nach Ressourcen durchsuchen. Pflanzen werfen verschiedensten Kräuter ab, Erzadern liefern Gestein und Kristalle, an Seen darf geangelt werden und das Ausschlachten von erlegten Monstern hält vielerlei Schätze bereit. Das gesammelte Material darf nicht nur zum Verbessern der Waffen zum Schmied gebracht, sondern auch verkauft oder kombiniert werden. So baut man sich entweder ein Vermögen auf oder braut Heiltränke, Stärkungs-Drinks oder Sprengstoff. Die Möglichkeiten sind immens und warten darauf vom Spieler herausgefunden zu werden – ein echtes Eldorado für experimentierfreudige Zockernaturen. 

Jäger, Köche und Farmer 
Ein weiterer Weg an neue Materialen zu kommen ist eine Farm, welche dem Spieler bei seiner ersten Ankunft im Dorf übergeben wird. Hier sind alle wichtigen Abbaustellen für Rohstoffe wie ein See, eine Erzader, diverse 
» Mit solche einem Schwert ist man gut gerüstet. 
Sträucher und Pilzbestände vorhanden. Außerdem gibt es ein Feld, auf dem Samen gesäht werden können. Sämtliche Stationen lassen sich gegen sogenannte Pokke-Punkte in mehreren Stufen ausbauen, so dass diese immer mehr und vor allem hochwertigere Rohstoffe produzieren. Pokke-Punkte erhält man durch das Sammeln bestimmter Items sowie erfolgreiche Abschließen von Trainingseinheiten in der Jäger-Schule. Stetiges Ausbauen und Besuchen der Farm lohnt sich also in jedem Fall. 

Weiteres Terrain zum Experimentieren bietet die Küche. Hier lassen sich essbare Utensilien wie Früchte, Honig oder Fleisch zu leckeren Gerichten umwandeln. Allerdings kocht der Spieler nicht selbst, sondern lässt diesen Job von katzenartigen Wesen ausführen, welche er gegen Bares anstellen kann. Diese kommen mit verschiedenen Fertigkeiten daher, welche die Kochergebnisse unmittelbar beinflussen. 

Die Qual der Wahl 
Zahlreiche Möglichkeiten also für angehende Profi-Jäger. Angesichts der dichten Fülle an Betätigungsfeldern kommt man sich als Anfänger zunächst ziemlich erschlagen vor. Ungeduldige Zocker seien hiermit 
» Im Dschungel lauern Monster. 
gewarnt: Monster Hunter Freedom 2 steht nicht für schneller Erfolge und ein leichtes Vorankommen. Mehrere Stunden Einarbeitungszeit und schrittweises Vorgehen sollten also mit einkalkuliert werden. So sollte man sich zunächst einmal für eine der elf Waffengattungen entscheiden. Zur Auswahl stehen Schwert, Doppelklingen, Großschwert, Hammer, leichte Armbrust, schwere Armbrust, Lanze, Gewehrlanze, Horn, Bogen und Langschwert. Überflüssig zu erwähnen, dass alle Waffen ihre individuellen Vor- und Nachteile mit sich bringen und auch im Handling sehr unterschiedlich sind. 

Es steht dem Spieler natürlich frei, jederzeit seine Bewaffnung zu wechseln. Doch angesichts des anspruchsvollen Echtzeit-Kampfsystems und der verschiedenen Monster empfiehlt es sich erst einmal den Umgang mit ein oder zwei Waffetypen zu perfektionieren, um die über 270 Quests (+ downloadbare) heil zu überstehen. Der Schwierigkeitsgrad ist nämlich recht hoch ausgefallen und zieht bereits in frühen Aufträgen rapide an. Zusätzlich erschwert werden die Fights aus der Third-Person-Perspektive durch eine sehr störrische Kamera und ein fehlendes Lock-On-Feature, was vor allem bei Kämpfen gegen mehrere Feinde im Frust enden kann. 

Fliehende Gegner in Prachtoptik 
Die Missionen sind alle recht ähnlich aufgebaut: Entweder man soll eine vorgegebene Anzahl an bestimmten Kreaturen töten, einen Bossgegner eliminieren oder diverse Items sammeln. Sämtliche Aufträge finden in 
» Wilde Fights vor hübscher Kulisse. 
einem vorgegebenen Gebiet (Klippen, Dschungel, Wüste oder Vulkanlandschaft) mit mehreren kleinen Arealen statt, welche durch Ladezeiten voneinander getrennt sind. Leider sind letztere wieder recht lang ausgefallen. Abwechslung kommt beim Durchstreifen der Gegend durch die verschiedenen Gegnertypen zu Stande – außerdem macht es viel Spaß alles zu erkunden und neue Abbaustellen für wertvolle Rohstoffe ausfindig zu machen. Nervig hingegen die Tatsache, dass angeschlagene Bossmonster sehr oft weglaufen, was die ohnehin langen Fights unnötig in die Länge zieht. 

Bei der technischen Umsetzung der Materie gibt sich Capcom bis auf die vielen und oft langen Ladezeiten keine Blöße. Die Grafik ist auf höchstem Niveau und bietet wunderschöne Landschaften, detaillierte Monster- und Charaktermodelle sowie perfekte Animationen. Gelungene Soundeffekte und gute Musik bilden die Klangkulisse. Den größten Patzer leisten sich die Entwickler allerdings wieder beim Mehrspieler-Modus. Die Gildenmissionen dürfen lediglich im lokalen Netz gemeinsam mit bis zu vier Spielern angegangen werden – eine Onlinepart gibt es abermals nicht.

Kategorie: Monster Hunter Freedom2 | Aufrufe: 1197 | Hinzugefügt von: Easylite
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